„Zwei statt drei“ … denn bei der zweiten der drei dreimaldrei-Lesungen in unserem Eferdinger Gastzimmer konnten wir „nur“ Gabriele Kögl und Mieze Medusa auf die Lesebühne bitten.
Lisa-Viktoria Niederberger, die dritte Autorin, fiel leider krankheitsbedingt aus. Mittlerweile ist sie wieder gesund, und wir hoffen, die Lesung mit ihr im kommenden Jahr nachholen zu können.
Beginn 19.30 Uhr, der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, sichert aber einen Sitzplatz. Reservierungen unter mail@drei-mal-drei.at.
Gabriele KÖGL
liest aus ihrem 2020 veröffentlichten Roman „Gipskind“.

Als Problemkind und Liebling der Oma wächst Andrea in engen und ärmlichen Verhältnissen auf dem Land auf. Ihren Eltern fehlt es an Liebe und Verständnis, zu sehr sind sie mit dem täglichen Überlebenskampf beschäftigt. Ihre Tochter ist für sie vor allem Arbeitskraft und Mittel zum Zweck.
Langsam schält Andrea sich aber heraus und lernt mit zunehmendem Alter, Schwächen strategisch einzusetzen und ungeahnte Freiräume zu erobern. Und während der Freund des Mädchens durch die intensive Bindung an seine Eltern deren Wünsche erfüllt anstatt seine eigenen, gelingt es Andrea, ohne Rücksicht auf die lieblosen Eltern ihre Träume zu verwirklichen.
Gabriele Kögls »Gipskind« im Geiste von Didier Eribon und Annie Ernaux gleicht einer bäuerlichen Familienaufstellung aus den sechziger Jahren, in der ein auf seine Mängel reduziertes Kind aus dem Schatten tritt und sein Leben in die Hand nimmt.Gabriele Kögl schreibt Drehbücher, Romane, Theaterstücke und Hörspiele. Zahlreiche Preise, zuletzt „Goldener Stier“ für das beste europäische Hörspiel („Höllenkinder“) beim Prix Europa 2019. Ihr jüngster Roman: Gipskind (Quelle: Picus)
Biografie
Gabriele Kögl schreibt Drehbücher, Romane, Theaterstücke und Hörspiele. Zahlreiche Preise, zuletzt „Goldener Stier“ für das beste europäische Hörspiel („Höllenkinder“) beim Prix Europa 2019. Geboren 1982 in Graz, lebt als Autorin und Schreibpädagogin in Wien und im Almtal (Oberösterreich). Gemeinsam mit Alain Barbero Herausgeberin des Foto- und Literaturblogs „cafe.entropy.at“ aus dem zwei Foto-Literaturbände hervorgingen. Zuletzt erschien die von ihr herausgegebene Anthologie „Mutter werden. Mutter sein. Autorinnen über die ärgste Sache der Welt“ (Leykam Verlag 2021). Für ihren zweiten Roman „Friss oder stirb“ (erschienen 2020 bei Kremayr & Scheriau) erhielt sie das Wiener Literaturstipendium.
Mieze MEDUSA
gibt Einblicke in ihr Buch „Du bist dran“.

Drei liebenswerte Außenseiter sind auf der Suche nach ihrem Platz im Leben: die 18-jährige Agnesa, ein Wiener Mädel mit Migrationshintergrund und ohne Schulabschluss, der Computer-Nerd Eduard, den die Midlife-Crisis zum Stalker in den Weiten des WWW macht, und die Feministin Felicitas, die mit 69 immer noch rebellisch unterwegs ist, mittlerweile allerdings – der Liebe wegen – in der tiefen Provinz. Ihre Wege kreuzen sich und allen wird klar: Gemeinsam geht es besser, auch wenn dabei ein paar liebgewonnene Lügen auf der Strecke bleiben müssen. Als Poetry Slammerin ist Mieze Medusa seit Jahren erfolgreich, nun hat sie einen Roman vorgelegt, der mit Witz, Humor und Herzenswärme und einem ganz eigenen Sound die Stimmen der Gegenwart einfängt. (Quelle: Residenz Verlag)
Biografie
Mieze Medusa, geboren 1975, heißt im bürgerlichen Leben Doris Mitterbacher und lebt, nach Stationen in Linz, Innsbruck und London heute in Wien. Seit 2002 als Rapperin und Spoken Word-Performerin auf internationalen Bühnen. Ihr Debütroman „Freischnorcheln“ erschien 2008, seitdem hat sie Prosatexte, aber auch Sammlungen von Poetry Slam Texten und Tonträger des HipHop-Duos „mieze medusa & tenderboy“ publiziert sowie Theaterarbeiten und musikalisch-experimentelle Projekte realisiert. Zuletzt erschienen: „Du bist dran“ (2021, Residenz Verlag).
Leider hatten wir Probleme mit der Kamera … daher statt einer Bildergalerie nur die Zusicherung: Es war auch optisch ein feiner Abend, das Publikum zahlreich und die Begeisterung groß!
Über alle Termine immer rechtzeitig informiert werden: Newsletter abonnieren